Camu-Camu: Vitamin C aus der Amazonasregion

In Südamerika wächst ein interessantes Gewächs mit dem einprägenden Namen Camu-Camu bzw. Camu. Diese Pflanze gehört zu der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Insbesondere siedelt sich diese Pflanze im Amazonasbecken, vor allem rund um Peru, an.
Camu Camu ist ein auffallend großer Strauch mit weißen Blüten. In dem Zeitraum von Dezember bis April trägt die Pflanze kleine rote Früchte. Das Besondere an dieser Pflanze steckt in den Früchten, denn sie enthalten etwa 30- 40 Mal soviel Vitamin C (Ascorbinsäure) als Früchte anderer Pflanzen (Orangen). Weiterhin enthalten die Früchte Spurenelemente und Mineralstoffe wie Eisen, Calcium und Phosphor.
In Europa findet Camu Camu Anwendung als Nahrungsergänzungsmittel in Pulverform. In einem speziellen Gefriertrocknungsverfahren wird das Pulver hergestellt und kann, in Wasser/Tee oder ähnlichem gelöst, verzehrt werden ( Gefriertrocknung ist wichtig, da die Frucht relativ schnell beginnt zu fermentieren). Jedoch ist eindeutig anzumerken, dass dieses Nahrungsergänzungsmittel eine vollwertige Ernährung niemals ersetzen kann.
Camu bestellen Den anbietenden Firmen nach, soll das Extrakt gerade bei immunschwachen Menschen wirken und die Abwehrkräfte stärken. Die positive Wirkung auf den Körper ist aber wissenschaftlich noch nicht genau untersucht und basiert wohl eher auf der enorm hohen Menge an Vitamin C.
Fakt ist, das durch die hohen Mengen an Vitamin C in den Früchten von Camu-Camu, eine optimale antioxidative Wirkung im Körper hervorgerufen wird. Die Aufnahme der Früchte verhindert im Körper die Bildung von so genannten Sauerstoffradikalen, die beispielsweise zur Hautalterung und zur Zerstörung von Körperzellen, führen können.
In Südamerika dient Camu Camu, vor allem bei den Einheimischen, als Aphrodisiakum. Die Frucht wird ohne Schale entweder direkt oder gepresst als Saft konsumiert. Die Wirkung ist belebend und soll das sexuelle Verlangen steigern.
Das Interesse an dieser Pflanze ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Mittlerweile werden in Südamerika, im Amazonasgebiet, große Plantagen angelegt. Das Problem ist, das man der Nachfrage auf dem Markt , vor allem durch Japan(größtes Importland), durch eine normale Produktion einfach nicht nachkommen kann. Deswegen hat der Raubbau an wild wachsenden Pflanzen zugenommen, was wiederum zum Aussterben der Pflanze in einigen Regionen führte. Die ökologische Folge dessen ist, ein Rückzug von Tierarten die sich von den Früchten dieser Pflanze ernähren.

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